Leipziger Universitätschor

Wolfgang Unger

Der Leipziger Universitätschor 1987–2004 unter der Leitung von
Wolfgang Unger

1987

Im Herbst übernimmt Wolfgang Unger die künstlerische Leitung des Leipziger Universitätschores. Carl Orffs »Carmina burana« und die Leipziger Erstaufführung des lyrischen Poems »Und es schlägt des Menschen Herz« (L. Fürnberg) von Carl-Heinz Dieckmann erklingen im Antrittskonzert im Neuen Gewandhaus. Chöre von Schütz, Bruckner, Kaminsky, die Bachmotette »Singet dem Herrn ein neues Lied« und Weihnachtslieder sowie alle Kantaten des Bachschen »Weihnachtsoratorium« (20./21.12.) erklingen in der Vorweihnachtszeit.

1988

Das Jahr beginnt mit einer Konzertreise nach Craiova (Rumänien). Der Chor führt am 25. Februar die »Johannes-Passion« von J.S. Bach auf und gestaltet am 2. Juni ein a-cappella-Konzert in St. Nikolai. Auf dem Programm stehen Schütz »Wie lieblich sind deine Wohnungen« (SWV 29) aus den »Psalmen Davids 1619« und Motetten aus der »Geistlichen Chormusik 1648« sowie Bach »Singet dem Herrn ein neues Lied« und Chöre von Bruckner, Britten und Poulenc. Am 3. Juni wird das Programm im Rahmen der 37. Händelfestspiele in Halle in der Konzerthalle wiederholt. Am 15. Oktober bestreitet der Universitätschor das Abschlußkonzert der Köstritzer Schütz-Tage ’88 und gestaltet am 10. November mit dem Béla-Bartók-Chor (Budapest) ein gemeinsames Konzert (Brahms »Liebeslieder-Walzer« op. 52, Kodály »Laudes organi«).

Das Weihnachtskonzert am 6. Dezember bringt eine Wiederbegegnung nach Jahrzehnten mit Schützens »Historia der Geburt Jesu Christi« (SWV 435), eine Aufführung mit Instrumenten der Barockzeit.

Am 19./20. Dezember werden die Kantaten 1–3 des Bachschen »Weihnachtsoratorium« aufgeführt.

1989

Der LUC singt die »Matthäus-Passion« von J.S. Bach am 4. März. Ende Mai bringt der Chor Mendelssohn Bartholdys »Te Deum« und wiederum Kodálys »Laudes organi« im Gewandhaus zur Aufführung.

Zum VI. Internationalen Bachfest am 17. September singt der Chor »Figuralmusik in der Leipziger Neukirche zur Amtszeit J.S. Bachs« (Fasch, Krebs, Kauffmann, Scheibe und Bach Kantate BWV 50).

Im November finden mehrere Aufführungen von Brahms »Ein deutsches Requiem« statt.

Ab dem Herbst singt der Chor wieder in den Akademischen Gottesdiensten in St. Nikolai.

Zum Abschluß des Jahres werden alle Kantaten des Bachschen »Weihnachtsoratorium« (19. Dezember 1–3, 20. Dezember 4–6) aufgeführt.

1990

Der LUC führt eine Konzertreise zum »Budapester Frühling« (März) durch. Im April singt der Chor die Bachsche »Johannes-Passion« unter John Eric Floreen in der Leipziger Nikolaikirche. Am 14./15. Juni führt der Chor wiederum Orffs »Carmina burana« im Neuen Gewandhaus auf (Live-Produktion). Am 13. Juli gastiert das Ensemble im Kloster Speinshart (Bayern) mit einem a-cappella-Programm und reist nach Freiburg/Breisgau mit den »Carmina burana«.

Am 4. und 6. Dezember folgen a-cappella-Weihnachtskonzerte in der Thomas- und Nikolaikirche (Bach »Lobet den Herrn alle Heiden«, Schütz »Deutsches Magnificat« SWV 494 u.a.)

Aufführung aller Kantaten des »Weihnachtsoratorium« von Bach (12. Dezember 1–3, 13. Dezember 4–6).

1991

Der Förderkreis Leipziger Universitätschor e.V. unter dem Vorsitz von Frau Ingeborg Richter wird gegründet. Zur Feierlichen Rektoratsübergabe an Prof. Dr. Cornelius Weiss singt der Chor am 11. März im Mendelssohn-Saal des Neuen Gewandhauses.

Am 26. März folgt die Aufführung der »Matthäus-Passion« von Bach. Am 30. Mai musiziert der LUC a cappella im Gewandhaus mit der Bachmotette »Komm, Jesu, komm«, Mauersbergers »Wie liegt die Stadt so wüst«, Franz Herzogs Motette »Wir bauen an Dir mit zitternden Händen« (R.M. Rilke) u.a.

Zum 65. Chorjubiläum und in memoriam Friedrich Rabenschlag wird das »Requiem d-Moll« (KV 626) von Mozart am 22. November aufgeführt.

Es erfolgt die Berufung Wolfgang Ungers zum Universitätsmusikdirektor der Universität Leipzig. Das diesjährige Weihnachtskonzert mit Werken von Mendelssohn Bartholdy, Bruckner, Reger und Rheinberger findet am 10. Dezember statt. Die Aufführung des »Weihnachtsoratorium« von Bach folgt am 19. Dezember in der Nikolaikirche (Kantaten 4–6).

1992

Nach dem Urtext der Neuen Bachausgabe kommt am 14. April die Bachsche »Johannes-Passion« in der II. Fassung von 1725 zur Aufführung. Der Chor singt zur Immatrikulationsfeier die Bachkantate »Gelobet sei der Herr« (BWV 129) und ebenso am 13.10. anläßlich des Zusammenschlusses von Theologischer Fakultät und Kirchlicher Hochschule. Am 17./18. Oktober gastiert der Chor in Baden-Baden. Das Konzert zum Ewigkeitssonntag am 21. November bringt die Erstaufführung von Helmut Zapfs Psalm 84 »Wie lieblich sind deine Wohnungen« sowie die Bach-Kantaten BWV 82, 158 und 56 (erstmals spielt das Pauliner Kammerorchester). Es erklingen die ersten vier Kantaten des Bachschen »Weihnachtsoratorium« (8. Dezember). Aktive und auch ehemalige Chormitglieder wirken bei der »Christvesper der Universitätsgemeinde mit dem Leipziger Universitätschor« (konzipiert für Chor, Orgel und Bläser durch Wolfgang Unger) am 24. Dezember 14.30 Uhr in der Nikolaikirche mit.

1993

Es finden in der Peterskirche am Schletterplatz die ersten Konzerte des Chores statt. Aufgeführt wird J.S. Bachs »Matthäus-Passion« (7.4.) mit wechselnden Positionen des Chores und Choraktionen dem Passionsgeschehen folgend in künstlerischer Zusammenarbeit mit Manfred Schnelle (Dresden). Bereits zwei Tage später am Karfreitag folgt »Stabat mater« von Dvorák (gemeinsame Aufführung mit dem Chor Akademicki, Olsztyn im Rahmen des Projektes Deutsch-Polnische Chorakademie »In terra pax«, eine Initiative des Deutschen Jugendwerkes e.V.). Wenige Tage später reist der LUC zum Gegenbesuch nach Olsztyn (17.4. Wiederholung: Dvorák mit dem dortigen Sinfonieorchester unter P. Borkowski).

Aus Anlaß des 25. Jahrestages der Sprengung von Universitätskirche und Augusteum wird ein Gedenk- und Benefizkonzert im Gewandhaus am 26.5. mit Werken von Bach (»Trauerode« BWV 198 und Kantate »Gelobet sei der Herr, mein Gott« BWV 129, Motette »Der Gerechte kömmt um« BWV deest), Melchior Hoffmann, R. Mauersberger und M. Reger (MDR-Mitschnitt) gegeben. Dies ist zugleich das letzte öffentliche Konzert von Prof. Hannes Kästner vor seinem Tode im Juli.

Am 16. Juni gestaltet der Chor des DAAD-Stipendiatentreffen im Gewandhaus mit aus.

Am Bachdenkmal in der Thomaskirche gibt er am 5. Juli ein Konzert mit einem a-cappella-Programm (Schein, Bruckner, Britten, Rheinberger u.a.)

Der Chor eröffnet am 1. Oktober die Köstritzer Schütz-Tage (1.–15. Oktober) mit einem a-cappella-Konzert in der Stadtkirche St. Michael, Zeitz. Es erklingen die Schützsche »Johannes-Passion«, Mendelssohn Bartholdys Motette »Jesu, meine Zuversicht« u.a.

Zur Feierlichen Immatrikulation am 20.10. im Gewandhaus musiziert der Chor das Konzert zum Mühlhäuser Fürstentag 1627 »Da pacem Domine« von Heinrich Schütz. Im November findet das Konzert zum Ewigkeitssonntag »Ach Herr, lehr uns bedenken …« (Distler, Schütz, Mendelssohn Bartholdy) in der Michaeliskirche Leipzig statt.

Aus Anlaß des 450-jährigen Bestehens der Evangelischen Theologischen Fakultät Leipzig wirkt der LUC am Gottesdienst nach der Ordnung der Herzog-Heinrich-Agende von 1539 in St. Thomas am 10.11. mit. Es finden verschiedene Weihnachtskonzerte in der Nikolaikirche statt, am 7.12. Bachs »Weihnachtsoratorium«, Kantaten 1–3 und 6, Weihnachtskonzert a cappella am 15.12. und die Christvesper der Universitätsgemeinde mit dem Leipziger Universitätschor am 24. Dezember.

1994

Der Universitätschor ist beteiligt am 69. Bachfest mit der Bachschen »Johannes-Passion« (II. Fassung 1725) am Gründonnerstag (MDR-Mitschnitt) und der »Johannes-Passion« (SWV 481) von Heinrich Schütz am Karfreitag im Universitätsgottesdienst. Am Nachmittag wiederholt er die Bachsche Passion in der Konzerthalle Ulrichskirche, Halle.

Am 14.4. singt der Chor im Trauergottesdienst für Prof. Dr. Dr. hc. Heinz Wagner (1912–1994), dem langjährigen Ersten Universitätsprediger.

Im Rahmen der I. Leipziger Universitätsmusiktage (25.–29. Mai) kommt nochmals die Bachsche »Johannes-Passion« zur Aufführung, singt der LUC gemeinsam mit dem Chor der Technischen Hochschule Szczecin Orffs »Carmina burana« im Innenhof der Universität, im Universitätsgottesdienst die Kantate »Höchsterwünschtes Freudenfest« (BWV 194) und zum Abschlußabend Jean Bergers »Yiphtah and his Daughter« (Szenen für Soli, Chor und Instrumente; Choreograpie: M. Schnelle), der sein Werk selbst dirigiert.

Zum Weltmusiktag (1.10.) gestaltet der Chor ein Sonderkonzert mit Psalmen-Vertonungen aus vier Jahrhunderten unter David Timm, dem langjährigen Korrepetitor des Chores, der damit als Dirigent sein Staatsexamen ablegt (Musikhochschule – Klasse UMD Unger). Das Programm enthält Schütz »Mein Sohn, warum hast du uns das getan« (Ps. 84, Luc. 2), Bach »Nach dir, Herr, verlanget mich« (BWV 306) und Strawinsky »Psalmensymphonie« (Ps. 38, 39, 150 Vulgata).

Es folgen im Oktober die Ausgestaltung des Semestereröffnungsgottesdienstes und der Immatrikulationsfeier. Im Konzert zum Ewigkeitssonntag 16./17. November erklingt Brahms »Ein deutsches Requiem« in Zeitz und in Leipzig (hier zugleich als Benefizkonzert für die Osteuropahilfe-Aktion »Mali Isus«).

Zur Wiederwahl von Prof. Dr. Weiss zum Rektor singt der Chor am 2. Dezember (585 Jahre nach Gründung der Universität) im Gewandhaus (Schein, Bach). Neben den Kantaten 1 und 3 des Bachschen »Weihnachtsoratorium« erklingt der »Actus musicus auf Wey-Nachten« von Johann Schelle, erstmals mit dem Pauliner Barockensemble auf historischem Instrumentarium (21. Dezember).

1995

Zum Epiphaniasfest kommt Bachs »Weihnachtsoratorium« (Kantaten 4–6) zur Aufführung. Im Januar folgt die CD-Produktion »Weihnachtliche Barockmusik aus der Universitätsstadt Leipzig«, die Ausgestaltung des Semestereröffnungsgottesdienstes (3.4., St. Nikolai), am 11.4. die Bachsche »Matthäus-Passion« und 50 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges am 24.5. das Konzert »… wider das Vergessen …« mit Penderecki »Agnus Dei«, Strawinsky »Psalmensymphonie«, Werken von Brahms und Thomas Stöß »Trilogie gegen das Vergessen« für Bariton (Jörn Sakuth) und Kammerensemble (Erstaufführung) u.a.

Im Oktober singt der Chor mehrere Aufführungen von Orffs »Sonnengesang« (des hlg. Franziskus) und Kodály »Laudes organi« (Immatrikulationsfeier und Semestereröffnungsgottesdienst Wintersemester 95/96).

Aus Anlaß der Wiederaufstellung der Jahn-Orgel aus der gesprengten Universitätskirche findet am 19. November in der Peterskirche ein »Festliches Konzert« statt. An der restaurierten Orgel spielt Universitätsorganist Prof. A. Gast. Eine Aufführung der Kantate »Gott soll allein mein Herze haben« BWV 169 (Bericht in den ARD-Tagesthemen) folgt. »Weihnachtliche Musik aus vier Jahrhunderten« erklingt im Rahmen der Schulkonzerte am 7.12. (Moderation W. Unger). Im Rahmen der Orgelkonzerte im Gewandhaus singt der Chor am 14.12. Regers Choralkantate »Vom Himmel hoch, da komm ich her« (Orgel Michael Schönheit) und nochmals »Laudes organi« (Kodály). Es folgt die Aufführung des Bachschen »Weihnachtsoratorium« (Kantaten 1–3 und 5).

1996

Am 3.4. erklingt die Bachsche »Matthäus-Passion«. Zu den II. Leipziger Universitätsmusiktagen (2.–9.6.) kommt Karl-Ottomar Treibmanns »Hoffnungslied« für Alt, Chor und Orchester im Gewandhaus zur Uraufführung. Darüber hinaus erklingen Bachs »Präludium und Fuge c-Moll« (Orgel Johannes Unger), Mozarts »Klavierkonzert d-Moll« (Klavier Marcus Tomas) und Mozarts »Krönungsmesse« (Solisten: K. Strocka, E. Wilke, P. Schreier, E. Junghanns). In der Regie von M. Behrends wird in der Peterskirche die »Zauberflöte« von W.A. Mozart aufgeführt.

Im Innenhof der Universität gibt der LUC ein Konzert mit Mendelssohn Bartholdys »Die erste Walpurgisnacht« und a-cappella-Chören der Romantik. Der vom ehemaligen Chormitglied Bettina Volksdorf (MDR) moderierte Abschlußabend steht ganz im Zeichen des 70. Geburtstages des Universitätschores.

Zum Beschluß des Sommersemesters ’96 singt der Chor im Universitätsgottesdienst am 12.7. u.a. von C. Theodorus Pachelbel das doppelchörige »Magnificat«.

Im August reist der LUC zum XXX. Internationalen Musikfestival »La Chaise Dieu« nach Südfrankreich. In der Chapelle des Penitents erklingen Pachelbels »Magnificat« und in der Abbatiale Bachs »Matthäus-Passion«.

Im Semestereröffnungsgottesdienst Wintersemester 96/97 singt der Chor a cappella (Hammerschmidt, Gallus, Strawinsky) und am 16.10. zur Feierlichen Immatrikulation Bachs Kantate »Die Freude reget sich« (BWV 36a). Es schließt sich die CD-Produktion an.

Am 24.11. kommen die »Musikalischen Exequien« (SWV 279) von Schütz, umrahmt von Chorsätzen (Distler, Gallus und Strawinsky), zur Aufführung.

In diesem Jahr wird das »Weihnachtsoratorium« von Bach (Kantaten 1–4) am 17.12. (Gesprächskonzert) und 18.12. mit dem Pauliner Barockensemble musiziert.

1997

Mit Werken von Telemann und Bach gastieren Universitätschor und Barockensemble am 18.1. in der Unterkirche der Dresdner Frauenkirche (J.S. Bach »Die Zeit, die Tag und Jahre macht« BWV 134a) u.a.

Zum Abschluß der Tagung »Philipp Melanchthon – Werk und Rezeption in Universität und Schule« singt der Chor im Festgottesdienst am 19.1. in St. Nikolai den Psalmus 118 – Septem vocum (Ps. 119, siebenst.) von Johann Walther und am 7.2. im Semesterabschlußgottesdienst.

Die Aufführung der »Johannes-Passion« am 25. und 26. März (in der Fassung von 1725 unter Voranstellung des Eingangschores »Herr, unser Herrscher« von 1724) erfährt eine szenische Umsetzung (Regie Mathias Behrends, Graz/Stuttgart).

Der Chor wirkt am 29. Mai im Gedenkkonzert an die Sprengung der Universitätskirche im Festsaal des Alten Rathauses mit: J.B.Chr. Freislich: Cantata Dominica XXIII post. Trinit. »Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist« und J.S. Bach »Die Zeit, die Tag und Jahre macht« BWV 134. Ende Mai ist der Rutgers University Choir unter Dr. John Eric Floreen im Rahmen seiner Europa-Tournee Gast des LUC in Leipzig. Im Konzert am 31.5. in der Peterskirche kommt es auch zu einem gemeinsamen Singen (Pachelbel »Magnificat«).

Im Rahmen des 27. Deutschen Evangelischen Kirchentages wird die szenische Aufführung der »Johannes-Passion« in der Ernst-Grube-Halle der Universität (ehemals DHfK) wiederholt.

Im Universitätsgottesdienst zum Abschluß des Sommersemesters ’97 kommt die Bachkantate BWV 169 zur Aufführung.

Am 21./22.8. eröffnen der Universitätschor und das Barockensemble das XXXI. Musikfestival »La Chaise Dieu« mit der szenischen Version der »Johannes-Passion« und bringen in einem Konzert des Pauliner Barockensembles u.a. die Kantate »Gott soll allein mein Herze haben« zur Aufführung. Im ersten Universitätsgottesdienst des neuen Semesters kommt am 12.11. die Kantate »Herr Jesu Christ, wahr Mensch und Gott« BWV 127 zur Aufführung. Das Konzert zum Ewigkeitssonntag »Ach windet euch nicht so, geplagte Seelen« am 23.11. ist wieder gleichzeitig Benefizkonzert für »Mali Isus« und beinhaltet die Bachkantaten BWV 55 und 127 sowie Ausschnitte aus der »Johannes-Passion« (1725) von J.S. Bach. Zur Amtseinführung des neugewählten Rektors Prof. Dr. Volker Bigl am 1. Dezember musiziert der Universitätschor Teile aus der »Messe h-Moll« (J.S. Bach) sowie den Ps. 91 »Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir« (Mendelssohn Bartholdy) in der Oper Leipzig.

In Gedenken an die Zerstörung Leipzigs 1943 erklingen am 4. Dezember in einem gemeinsamen Konzert mit der Kantorei St. Petri Bruckners »Requiem d-Moll« sowie a-cappella-Gesänge von Mauersberger, Mendelssohn Bartholdy, Bruckner und Geilsdorf, außerdem Instrumentalmusik von Eben und Hindemith. Die Kantaten 1–3 und 6 des Bachschen »Weihnachtsoratorium« folgen am 15. Dezember (als Gesprächskonzert im Rahmen der Schulkonzerte) und am 16. Dezember.

1998

Der Chor singt im Universitäts-Abendgottesdienst am 7. Januar die Kantate »Herr, wenn die stolzen Feinde« BWV 248, VI und im Universitäts-Abendgottesdienst zum Semesterschluß Anfang Februar. Erneut gastieren Chor und Barockensemble in der Unterkirche der Dresdner Frauenkirche (14.2. Wiederholung des Programms vom Konzert zum Ewigkeitssonntag 1997). Am 8. April singt der Chor wiederum die Bachsche »Johannes-Passion« in der üblichen Fassung in Begleitung moderner Instrumente (Pauliner Kammerorchester). Am Himmelfahrtstag (21. Mai) erklingt in der Michaeliskirche Zeitz Bachs »Missa tota« (h-Moll-Messe).

Die III. Leipziger Universitätsmusiktage (30.5.–14.6.) stehen ganz im Zeichen der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli vor 30 Jahren. Mit einem Konzert an der »Installation Paulinerkirche« (Guhlmann/Schrödl) vereinen sich der Universitätschor und ehemalige Chormitglieder mit dem Thomanerchor und dem Propsteichor zu einem Freiluftgedenkkonzert.

Am Abend des 30.5. kommt J. Haydns »Die Schöpfung« im Gewandhaus zur Aufführung mit dem Kammerchor des LUC, dem Studentenchor der Universität Jena, dem Kammerchor Michaelstein und Instrumenten der Klassik (Chursächsische Philharmonie/Pauliner Kammerorchester; MDR-Mitschnitt und Live-CD-Produktion).

Es folgt die Aufführung der »h-Moll-Messe« mit dem Trompeten Consort Friedemann Immer und dem Pauliner Barockensemble.

Im Abschlußkonzert kommt Telemanns »Schulmeister-Kantate« (Andreas Sommerfeld) zur Aufführung, und es präsentiert sich der Männerchor des Leipziger Universitätschores. Ausschnitte aus der »h-Moll-Messe« erklingen wenige Tage später am 19. Juni in der Eucharistiefeier zum Begräbnis von Pater Gordian Landwehr OP (Praedicator Generalis).

In einem Benefiz-Konzert für die Erneuerung der Thomaskirche singt der Chor die Kantate von J.F. Fasch »Gott, wir warten deiner Güte« und im Universitätsgottesdienst zum Ende des Sommersemesters ’98 Chorwerke von Schütz, J. von Burgk, Schubert und Distler.

Das Wintersemester 98/99 beginnt mit der Ausgestaltung des Semestereröffnungsgottesdienstes am 12. Oktober (Distler, Schütz, Hessenberg »O Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens«, Motette »Herzlich lieb hab ich dich, o Herr« von J.Fr. Doles). Zur Feierlichen Immatrikulation am 14. Oktober im Gewandhaus singt der Chor Chorsätze von Pepping, Kuhn und Unger. Es erklingt Bachs Motette »Der Geist hilft unser Schwachheit auf« BWV 226. Das Konzert zum Ewigkeitssonntag ist Pater Gordian Landwehr in memoriam gewidmet. Zur Aufführung gelangt das »Requiem d-Moll« von Mozart (in der Ergänzung und Instrumentierung von Franz Beyer), musiziert auf historischen Instrumenten der Klassik. Am 4./5. Dezember singt der Chor die Motette in der Thomaskirche (Chorsätze und -werke von Herzog, Reger, Mendelssohn Bartholdy, Bach, Doles und Schütz). Die Aufführung des Bachschen »Weihnachtsoratorium« (Kantaten 1–3) am 16. Dezember wird ergänzt durch die Weihnachts-Kantate »Der Himmel steht nun wieder offen« von Chr. August Jacobi (Erstfassung) und am 17. Dezember als »Mali Isus«-Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingshilfe am Dominikanerinnenkloster Zagreb wiederholt.

1999

Mit einem umfangreichen a-cappella-Programm (Eccard, Schütz, Schein, Bach, Doles, Mendelssohn Bartholdy, Reger, Mauersberger und Distler) gastiert der Universitätschor am 2. Februar im Freylinghausen-Saal der Franckeschen Stiftungen in Halle/Saale und gestaltet am nächsten Tag den Semesterabschlußgottesdienst in St. Thomas.

Im Zeitraum vom 18.–25. März konzertiert der LUC erstmalig in seiner Geschichte in den USA. In fünf Konzerten präsentieren die Choristinnen und Choristen Werke »Leipziger Komponisten«. Dankenswerterweise hat Detlef Schneider die Leitung der Konzerte in Vertretung für den erkrankten UMD übernommen (Solist Johannes Unger, Orgel).

Bereits am 31. März wird die Bachsche »Matthäus-Passion« (unter W. Unger) in Leipzig aufgeführt, und am 7. April musiziert der Chor im Semestereröffnungsgottesdienst.

Beim Bachfest Leipzig singt der LUC Kantaten zu Christi Himmelfahrt von J.S. Bach »Auf Christi Himmelfahrt allein« BWV 128 und J.F. Fasch »Unser Wandel ist im Himmel« im Mendelssohn-Saal des Neuen Gewandhauses.

Am 19. Juni wiederholt der Chor sein USA-Programm in der Peterskirche und singt am 3. Juli in der Thomaskirche (Benefiz-Konzert zur Erneuerung) vorwiegend Distlersche Chormusik.

Im Juli folgen CD-Aufnahmen der »Liturgischen Sätze« (I) von Distler und die musikalisch-liturgische Gestaltung des Semesterabschlußgottesdienstes in der Peterskirche.

Im Gedenken an den Oktober ’89 findet in der Werkstatt des Technischen Dienstes in Espenhain am 8.10. ein Werkstattkonzert statt (Petr Eben »Prager Te Deum 1989«, Distler, Bach u.a.).

Die Ausgestaltung der Immatrikulationsfeier übernimmt wieder der LUC (Eben »Te Deum«), und zum Ewigkeitssonntag am 21. November erklingt »Ein deutsches Requiem« (Voraufführung im Dom zu Wurzen). Es folgt die Aufführung der Kantaten 2, 3, 5 und 6 des Bachschen »Weihnachtsoratorium« (15. Dezember). Vor bzw. nach den einzelnen Kantaten erklingen ferngestellt Bachsche »Passionschoräle«, die Nähe von Krippe und Kreuz symbolisierend.

Auf Einladung des neuen Chefdirigenten des Gewandhausorchesters Prof. Blomstedt singt ein Teil des Chores zur Jahrtausendwende im Gewandhaus Beethovens IX. Sinfonie (29./30./31. Dezember) mit.

2000

Der Universitätschor gestaltet am 21. Januar in der Thomaskirche die Motette u.a. mit Ausschnitten aus den »Liturgischen Sätzen« von Hugo Distler und bringt nochmals das »Te Deum 1989« von P. Eben zur Aufführung. Ende des Monats werden die Distlerschen »Liturgischen Sätze« (II) in der Leipziger Lukaskirche produziert.

Im April reist der LUC mit dem Pauliner Kammerorchester in die Toscana. Es erklingt die Bachsche »Johannes-Passion« im Dom von Massa Marittima (15.4.) und im Dom zu Grosseto (16.4.) in jeweils vollbesetzten Kirchen. Bereits am 18. April wird das Werk in der Leipziger Peterskirche nochmals zur Aufführung gebracht.

Im Mittelpunkt eines a-cappella-Konzertes in Leipzig am 17. Juni stehen »Magnificat«-Vertonungen von Scheidt und Arvo Pärt, die Motette »Komm, Jesu, komm« BWV 229 von Bach, Hessenbergs Motette »O Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens«, Knut Nystedts »Immortal Bach« (für 5 vierstimmige Chöre) und Regers Choralkantate »Meinen Jesum laß ich nicht«. In diesem Konzert dirigiert die Studentin Johanna Franke Mendelssohn Bartholdys »Hör mein Bitten« als Teil ihres Staatsexamens am Kirchenmusikalischen Institut der Hochschule für Musik (Klasse UMD Unger).

Der vorgesehene Beitrag der »Leipziger Universitätsmusik« zum Bachfest 2000 – szenische Aufführung der Bachkantaten »Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen« BWV 215 und »Der zufriedengestellte Aeolus« BWV 205 – muß wegen der kurzfristigen Erkrankung des Regisseurs M. Behrends anders konzipiert werden. In Kostümen der Bachzeit wird ein Festumzug des Chores vom Burgplatz (Einweihung einer Gedenktafel für Picander) zu den Wirkungsstätten Bachs (Thomaskirche, Altes Rathaus, Nikolaikirche und Standort Universitätskirche mit Kranzniederlegung) veranstaltet. Das Konzert findet unter Mitwirkung des Trompeten Consort Friedemann Immer am 23. und 24. Juli in der Osthalle des Hauptbahnhofes vor unzähligem Publikum statt.

Unter Mitwirkung des Chores zum Universitätsgottesdienst zum Bachfest 2000 (30.7.) geht das Sommersemester zu Ende. Am 9. Oktober zum Semestergottesdienst und am 11. Oktober zur Feierlichen Immatrikulation erklingen Bernsteins »Chichester Psalms« (I) und Chorsätze von di Lasso, Mauersberger und Brahms.

Zu den IV. Leipziger Universitätsmusiktagen singt der Chor Brahms »Ein deutsches Requiem« (26. November mit Instrumenten der Romantik), in der Universitätsvesper Kodálys »Pange lingua« (29. November), im Festsaal des Alten Rathauses die Bachkantate »Der zufriedengestellte Aeolus« (30. November) und am 2. Dezember das Bachsche »Weihnachtsoratorium«. Zum Abschlußabend, der »Langen Nacht der Leipziger Universitätsmusik«, stellt der Universitätschor u.a. Ausschnitte der Studentenoperette »Depeo« vor, die 1922 zum 100-jährigen Jubiläum der Studentensängerschaft St. Pauli seine Uraufführung erfuhr.

Das Jahr geht zu Ende mit einem Weihnachtskonzert für das »Senioren-Kolleg« am 14. Dezember und der Aufführung der Kantaten 1–4 des Bachschen »Weihnachtsoratorium« am 19. Dezember sowie der Ausgestaltung der Christvesper.

2001

Im Universitätsgottesdienst zum Semesterabschluß 2000/2001 singt der Chor am 31. Januar Werke von Distler, Schütz, Staden und Bernstein.

Am 11. April erfolgt die Aufführung der Bachschen »Matthäus-Passion«, danach singt der Chor in der Universitätsvesper am 25. April und zum Universitätsgottesdienst am Sonntag Cantate (Dietrich Manicke »Cantate Domino«).

Zum 75-jährigen Jubiläum des Leipziger Universitätschores finden Festtage vom 13.–22. Juni statt (Universitätsvesper am 13. Juni, Aufführung des Oratoriums »Die Jahreszeiten« von Haydn am 16. Juni, Festgottesdienst am 17. Juni und die Ausgestaltung der Motette in der Thomaskirche am 22./23. Juni (Orgel David J. Messineo, USA).

Am 27. Juni gestaltet der Leipziger Universitätschor den Universitätsgottesdienst zum Semesterabschluß.

Das Wintersemester beginnt mit der Feierlichen Immatrikulation im Neuen Gewandhaus. Es erklingen Benjamin Brittens »Festival Te Deum« sowie Ausschnitte aus Carl Orffs »Carmina burana«. Außerdem wird in diesem Rahmen der Echo-Klassik-Preis übergeben, den der Chor für die Einspielung der »Liturgischen Sätze« von Hugo Distler erhalten hat.

Am 31. Oktober singt der Chor a-cappella-Werke u.a. von Heinrich Schütz und Hugo Distler im Universitätsgottesdienst zum Reformationsfest. Bei der Semestereröffnung für das Seniorenkolleg der Universität Leipzig am 8. November erklingt nochmals Benjamin Brittens »Festival Te Deum«.

Unter der Mitwirkung einiger Choristen wird am 11. November die Bachkantate »Der Friede sei mit dir« BWV 158 im Universitätsgottesdienst aufgeführt.

Am 25. November erklingen in einem Konzert zum Ewigkeitssonntag die Kantate »Ich habe genug« BWV 82 von Johann Sebastian Bach und das Requiem d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart in der Fassung von Franz Beyer.

In der Adventszeit singt der Leipziger Universitätschor in der Universitätsvesper am 5. Dezember sowie im Universitätsgottesdienst am 9. Dezember. Außerdem gibt er am 13. Dezember für das Seniorenkolleg der Universität Leipzig ein weihnachtliches Konzert, welches am folgenden Tag in Ausschnitten im Hauptbahnhof wiederholt wird. Zu Ende geht das Jahr mit der Aufführung der Kantaten 1, 2 und 4 des »Weihnachtsoratorium« in der Peterskirche am 18. Dezember sowie der Ausgestaltung der Christvesper am 24. Dezember.

2002

Im Januar gestaltet der Leipziger Universitätschor drei Gottesdienste: am 12. Januar den Trauergottesdienst zur Beerdigung von Prof. Dr. Dr. Kurt Nowak, einem Professor der Theologischen Fakultät, am 20. Januar einen Gedenkgottesdienst für zwei Leipziger Widerstandskämpfer, und am 30. Januar den Semesterabschlußgottesdienst. Noch ehe das neue Semester beginnt, wird am 26. März die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Es erklingt diesmal die zweite Fassung von 1725.

Am 3. April findet in der Thomaskirche der Semestereröffnungsgottesdienst unter Mitwirkung des Leipziger Universitätschores mit Chormusik von Mendelssohn statt.

Zum Leipziger Bachfest 2002 gestaltet der Leipziger Universitätschor am 4. Mai eine Motette in der Thomaskirche. Neben der Bachkantate »O Ewigkeit, du Donnerwort« BWV 20 werden Motetten von Duruflé und Mendelssohn sowie das »Pater noster« von Schütz aufgeführt.

Am 30. Mai singen Mitglieder des Chores im Universitätsgottesdienst zum Gedenken an die Sprengung der Paulinerkirche vor 34 Jahren.

Vom 22. Juni bis zum 6. Juli finden Festtage zum 100. Geburtstag von Friedrich Rabenschlag statt. Der Leipziger Universitätschor gestaltet unter anderem einen Universitätsgottesdienst am 23. Juni und eine Universitätsvesper am 3. Juli. Das Abschlußkonzert der Festtage findet am 6. Juli im Neuen Gewandhaus zu Leipzig statt. Neben der »Sonate für zwei Klaviere und Schlagwerk« von Béla Bartók erklingen in Zusammenwirkung mit dem Universitätschor Ulm die »Carmina burana« von Carl Orff in der Fassung für Soli, Chor, zwei Klaviere und Schlagwerk. Bereits eine Woche zuvor gibt es eine Aufführung des gleichen Werks in Ulm unter Leitung des dortigen Universitätsmusikdirektors Albrecht Haupt.

Am 10. Juli erklingen im Semesterabschlußgottesdienst Werke von Duruflé, Schütz und Mendelssohn.

Aufgrund der geplanten CD-Aufnahmen wird das Programm des diesjährigen Chorlagers sehr umfangreich. Neben der Motette »Der Geist hilft unser Schwachheit auf« und der »Trauerode« von J.S. Bach müssen u.a. die »Liebeslieder-Walzer« von J. Brahms einstudiert werden. Wolfgang Unger feiert sein 15-jähriges Jubiläum als Leiter des LUC.

Zur Feierlichen Immatrikulation am 16.10. im Neuen Gewandhaus singt der LUC die »Liebeslieder-Walzer« und »Der Geist hilft unser Schwachheit auf«. Die Klavierbegleitung übernehmen Universitätsorganist Prof. Arvid Gast und Albrecht Koch.

Das gleiche Programm erklingt noch einmal am 24.10. zu einer Konferenz des Instituts für Musikwissenschaft im Alten Senatssaal. Am Klavier diesmal David Schlaffke und Albrecht Koch.

Vom 28.10.–30.10.2002 finden in der Bethanienkirche die ersten CD-Aufnahmen zur Reihe »Festmusiken zu Leipziger Universitätsfeiern« statt. Aufgenommen werden die »Trauerode« und »Der Geist hilft unser Schwachheit auf«. Schon einen Tag nach den CD-Aufnahmen umrahmt der LUC den Universitätsgottesdienst zum Reformationstag, der vom MDR im Rundfunk übertragen wird.

»Ein deutsches Requiem« von J. Brahms erklingt in diesem Jahr gleich zweimal: Am 22. November unter Leitung von Thomas van Haeperen aus Brüssel und am 24. November unter Leitung von UMD Wolfgang Unger.

Am 17.12. werden die Kantaten I–III des Weihnachtsoratoriums von J.S. Bach in der Peterskirche zur Aufführung gebracht. Da Wolfgang Unger erkrankt, übernimmt sein künstlerischer Assistent Albrecht Koch die Leitung des Konzertes. Trotz der wenigen Proben führt er Solisten, Chor und Orchester souverän durch das Werk.

2003

Im Semesterabschlußgottesdienst am 5. Februar in der Thomaskirche erklingen u.a. das »Pater noster« von Max Baumann und der Gospel »I wanna die easy«.

Das Sommersemester beginnt mit einem Probenwochenende für die Matthäus-Passion von J.S. Bach, die am 15.4. in der Peterskirche aufgeführt wird.

Vom 14.–15.6. fährt der LUC nach Hannover, um dort mit dem Hochschulchor Hannover die »Carmina burana« von Carl Orff unter der Leitung von Tabea Fischle aufzuführen.

Bei den V. Leipziger Universitätsmusiktagen ist der LUC an vier Veranstaltungen beteiligt. Im Universitätsgottesdienst am 22.6. erklingen in der Nikolaikirche Werke von A. Bruckner, J.H. Schein und F. Draeseke. Zur Auswahl des letzteren gab die am Vortag stattfindende internationale musikwissenschaftliche Jahreskonferenz »Neue Draeseke-Forschung» Anlaß. Den Höhepunkt der Universitätsmusiktage stellt das Konzert am 25.6. im Neuen Gewandhaus dar. Auf dem Programm steht neben den »Carmina Burana« von Carl Orff (zusammen mit dem Hochschulchor Hannover) die Uraufführung des Werkes »Über das Erwachen« von Steffen Reinhold, einem zeitgenössischen Leipziger Komponisten, der das Stück dem LUC widmet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, einen Bezug zu der Komposition herzustellen, findet der Chor letztendlich Gefallen daran, so daß es eine gelungene und spannungsreiche Uraufführung wird. Dies ist nicht zuletzt der intensiven Probenarbeit von Albrecht Koch zu verdanken.

Am 27. und 28.6. gestaltet der LUC die Motette in der Thomaskirche mit Werken von F. Draeseke, A. Bruckner, F. Mendelssohn Bartholdy, J.H. Schein und M. Baumann. In der zweiten Motette erklingt zusätzlich die Kantate »Ach Gott, vom Himmel sieh darein« von J.S. Bach.

Zum Semesterabschlußgottesdienst am 16.7. in der Peterskirche singt der LUC unter Leitung von Albrecht Koch u.a. Werke von J.S. Bach, A. Bruckner und J.G. Rheinberger. Das Semester klingt aus mit einem Grillabend im Hof des Mendelssohnhauses.

Die Feierliche Immatrikulation findet am 16.10. im Leipziger Gewandhaus statt. Für die musikalische Ausgestaltung sorgt der LUC mit »Gaudeamus igitur«, »Abschied vom Walde« und »Jagdlied« von F. Mendelssohn Bartholdy und »Vereinigte Zwietracht der wechselnden Saiten« von J.S. Bach.

Am 17.10. wird im Alten Rathaus die Ehrenpromotion des zeitgenössischen Komponisten Prof. Dr. h.c. mult. Krzysztof Penderecki gefeiert. Das musikalische Festprogramm bietet der LUC mit »Jauchzet dem Herrn alle Welt» von F. Mendelssohn Bartholdy, »Wiwat, bratu memu« von Andrzej Koszewski und »Gaudeamus igitur«.

Traditionell erklingt das »Requiem d-Moll« von W.A. Mozart am 23.11. in der Peterskirche in einem Konzert zum Ewigkeitssonntag.

Am 5.11. wird der neue Rektor der Universität Leipzig gewählt. Die feierliche Amtseinführung von Prof. Dr. jur. Franz Häuser findet am 2.12. im Mendelssohnsaal des Gewandhauses zu Leipzig statt. Für die musikalische Umrahmung sorgt der LUC mit »Machet die Tore weit« von Andreas Hammerschmidt, »Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes« von Heinrich Schütz und »Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir« von Felix Mendelssohn Bartholdy.

In diesem Jahr steht ein zusätzliches Weihnachtskonzert auf dem Programm. Am 5.12. kommt das Konzert »Weihnachtliche Chormusik« in der Peterskirche zur Aufführung. »Tatort-Kommissar« Peter Sodann verliest dazu weihnachtliche Texte. Zum traditionellen Pflichtprogramm gehört auch dieses Jahr das »Weihnachtsoratorium« von J.S. Bach. Die Kantaten I–III erklingen am 16.12. in der voll besetzten Peterskirche. Die Christvesper der Universitätsgemeinde wird wieder von einer kleinen Besetzung des aktiven Chores sowie ehemaligen Chormitgliedern in der Nikolaikirche ausgestaltet.

2004

Das Wintersemester 2003/2004 klingt mit einem Gottesdienst in der Nikolaikirche am 4.2. aus. Der LUC singt Werke wie »Gott ist gegenwärtig« von R. Mauersberger, »Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes« von H. Schütz, »Locus iste« von A. Bruckner und »Verleih uns Frieden gnädiglich« von F. Mendelssohn Bartholdy.

Bereits in den Semesterferien finden sich die Mitglieder des LUC ein, um für die »Johannespassion« von J.S. Bach zu proben. Diese wird am 6.4. in der Peterskirche unter der Leitung von Albrecht Koch aufgeführt.

Am 19. April stirbt Universitätsmusikdirektor Professor Wolfgang Unger. Im Trauergottesdienst in der Thomaskirche am 26.4. nehmen gleich drei Chöre Abschied von ihrem ehemaligen Leiter: der Thüringische Akademische Singkreis, der Thomanerchor, den Wolfgang Unger ein Jahr lang ad interim leitete, und vor allem der Leipziger Universitätschor unter Ungers letztem Assistenten Ulf Wellner mit »Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser« von Hugo Distler, dem »Pater noster« von Max Baumann und »Ach Herr, laß dein lieb Engelein«, dem Schlußchoral aus der Johannespassion. Die Orgel spielt Universitätsorganist Prof. Arvid Gast.

Es wäre nicht im Sinne Wolfgang Ungers gewesen, das Singen zu unterbrechen, deshalb geht der Chorbetrieb gleich weiter mit der musikalischen Ausgestaltung einer Vesper in der Kreuzkirche zu Dresden am 8.5. Dort erklingen Werke von H. Distler, H. Schütz, R. Mauersberger, S. Reda, W. Stockmeier und M. Baumann. Ulf Wellner übernimmt die Leitung des Chores ad interim.

Am 19.6. treffen sich die Mitglieder des Förderkreises Leipziger Universitätschor zu einem geselligen Abend im Ratskeller und singen am 20.6. zusammen mit dem LUC in einem Universitätsgottesdienst in der Nikolaikirche.

In der Stadtkirche St. Marien zu Torgau erklingen am 25.6. in einem a-cappella-Konzert Werke von R. Mauersberger, D. Manicke, S. Reda, H. Distler, W. Stockmeier, E. Pepping und M. Baumann.

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