Leipziger Universitätschor

David Timm

2005

Das Jahr 2005 beginnt mit Proben für die Matthäuspassion, welche am 22. März in der Peterskirche aufgeführt wird. Dies ist das erste Konzert mit David Timm als neuem Universitätsmusikdirektor.
Im Universitätsgottesdienst zur Beerdigung von Altrektor Volker Bigl am 31. März wirkt der Chor musikalisch mit.
Am 6. und 7. Mai erklingt im großen Saal des Bundesverwaltungsgerichtes eine konzertante Aufführung des Fliegenden Holländers von Richard Wagner unter dem Titel „Wagner vor Gericht“.
Zu den diesjährigen Universitätsmusiktagen singt der Chor Mozarts c-Moll-Messe in einer Bearbeitung von Robert Levin und gestaltet den Abschlussabend „Bach und Jazz“ mit.
Der Fotograf Rainer-Justen Behling errichtet die Fotoausstellung „ad audio“ in der Thomaskirche. Sie zeigt Portraits von Chormitgliedern, die mit geschlossenen Augen Musik lauschen.

Das neue Semester beginnt mit dem Chorlager im vogtländischen Waldpark Grünheide, dort wird das Programm für die Immatrikulationsfeier, das Weihnachtsoratorium und das Deutsche Requiem geprobt.
Am 6.11. gestalte der Chor den Dankgottesdienst des Diakonischen Werkes Innere Mission in der Thomaskirche mit. Das Deutsche Requiem erklingt am 20.11. in der Peterskirche, am 13. Dezember das Weihnachtsoratorium (Kantaten 1-3). In den nächsten Tagen werden die CD-Aufnahmen der Festmusiken fortgesetzt und die Bachkantaten „Tönet, ihr Pauken“ und „Vereinigte Zwietracht“ aufgenommen.

2006

Im Semesterabschlussgottesdienst am 1. Februar singt der Chor „Also hat Gott die Welt geliebt“ von Heinrich Schütz.
In den Semesterferien hat der Chor die Gelegenheit, bei der Aufführung des Oratoriums „Deus Passus“ des zeitgenössischen Komponisten Wolfgang Rihm in der Thomaskirche mitzuwirken. Das spannende Projekt ist ein großer Erfolg beim Publikum.
Das Sommersemester beginnt mit der Aufführung der Johannespassion am 11. April in der Thomaskirche.
Zum Bachfest singt der Chor am 30. Mai die Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ und das „Alexanderfest“ von Georg Friedrich Händel.
Carl Orffs „Carmina Burana“ wird am 7. Juli in Borna unter der Leitung von Markus Huber aufgeführt, in Leipzig am 14. Juli unter David Timm im Bundesverwaltungsgericht.

Das 80jährige Chorjubiläum wird am 15. Juli in der reformierten Kirche gefeiert. Der Chor singt „Singet dem Herrn“ von J. S. Bach und Lieder von Schütz, Mendelssohn, Schubert, Bach und Brahms.
A-cappella-Konzerte mit Werken von Schütz, Bach und Timm führen den Chor nach Naumburg und Görlitz.
Am 17. September wiederholen die Leipziger Universitätsmusik, das Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig und der Robert-und-Clara-Schumann-Verein-Leipzig e.V. in einem Gemeinschaftsprojekt das Gedenkkonzert zum Tod Robert Schumanns 150 Jahre nach der ersten Aufführung. Es erklingen neben Instrumentalstücken Auszüge aus Schumanns Oratorium „Das Paradies und die Peri“.

Bei der Immatrikulationsfeier eröffnet der Chor im Oktober das neue Wintersemester mit Auszügen aus der „Carmina Burana“. Die „Missa da requiem“ von Giuseppe Verdi wird am 26. November, unterstützt vom Leipziger Vocalensemble,  in der Thomaskirche aufgeführt. Am 12. Dezember erklingen die Kantaten 4-6 des Bachschen Weihnachtsoratoriums in der Peterskirche. In den folgenden Tagen werden die Bachkantaten „Zerreißet, zersprenget, zertrümmert die Gruft“ und „Lasst uns sorgen, lasst uns wachen“ aufgenommen.
Zum Weihnachtsabend gestaltet der Chor die Christvesper in der Nikolaikirche.

2007

 

 

 

Der Coro de la universidad de Sevilla lädt den Chor zu einer gemeinsamen Aufführung des Verdi-Requiems im März nach Sevilla ein, das Konzert findet in der Kathedrale von Sevilla unter Jose Carlos Carmona statt.
Am 31. März wird die Markuspassion von J. S. Bach in einer Bearbeitung von Volker Bräutigam aufgeführt, der Universitätschor singt die Bachschen Choräle.
Der Chor ist zu den Halleschen Universitätsmusiken eingeladen und singt am 10. Mai im Konzert mitteldeutscher Universitätschöre Auszüge aus „Jesu, meine Freude“ und den Meistersingern sowie Werke von Timm und Reger.
Zu den VII. Leipziger Universitätsmusiktagen („Leipziger Romantik“) führt der Chor am 22. Mai die „Meistersinger von Nürnberg“ von Richard Wagner im Schauspielhaus konzertant auf, zum Abschlussabend am 26. Mai unter dem Motto „Wagner und Reger“ erklingen Auszüge aus den Meistersingern und Lieder von Max Reger.
Der Chor gestaltet die Motette am 13. und 14. Juli in der Thomaskirche mit „Jesu, meine Freude“ und der Kantate „Wir danken Dir, Gott“ von J.S. Bach und „Meinen Jesum lass ich nicht“ von Max Reger. A-cappella-Konzerte führen den Chor in diesem Jahr nach Nordhausen und Mühlhausen, es erklingen „Jesu, meine Freude“, „Meinen Jesum lass ich nicht“, das „Nachtlied“ von Max Reger und Timms „Agnus Dei“.
Der Gottesdienst zur Beerdigung von Professor Günter Wartenberg am 17. Juli wird von Teilnehmern des Chores mitgestaltet, gesungen wurden Sätze aus der Motette „Jesu, meine Freude“.

Nach der Sommerpause verbringtder Chor das Probenlager auf Schloss Mansfeld im Harz vom 4.-6. Oktober. In dieser Zeit werden die Werke „Die Beschwörung der Oper“ von Stephan König, das Requiem von W. A. Mozart sowie Werke von Reger und Schütz einstudiert.
Das Semester beginnt mit der Mitausgestaltung der Immatrikulationsfeier am 10.10. im Gewandhaus, die der Chor mit Auszügen aus Wagners „Meistersingern von Nürnberg“ und Regers Morgengesang bereichert, und der Teilnahme an der Universitätsvesper am Paulineraltar am 7. November. Dort werden Werke von Reger und Schütz gesungen.
Zur Wiedereröffnungsfeier der Leipziger Oper nach Renovierung am 11. 11. singt der Chor, gemeinsam mit dem Leipziger Opernchor sowie einer Reihe weiterer Leipziger Jugendchöre, Auszüge aus Wagners Meistersingern und die „Beschwörung der Oper“ von Stephan König (Uraufführung).
Am Totensonntag (25.November) wird in der Peterskirche das „Pie Jesu“ von Lili Boulanger, gefolgt von Mozarts Requiem aufgeführt.
Nur zwei Wochen später, am 11.12., wird Bachs Weihnachtsoratorium (1-3) in der Peterskirche zur Auführung gebracht, es folgt das alljährliche chorinterne Krippenspiel. Die Bachkantaten „Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen“ und „Schleicht, spielende Wellen und murmelt gelinde!“ werden in den folgenden Tagen in der Leipziger Bethanien-Kirche zusammen mit dem Pauliner Barockensemble aufgenommen.
Traditionell wirkt ein Teil des Chores bei der Christvesper am 24.12. in der Nikolaikirche mit, es erklingen der Eingangschor aus Mendelssohn Oratorium „Christus“ und traditionelle Weihnachtslieder.

2008

Auch 2008 wird der Chor nach Spanien eingeladen, die Reise dauert vom 6. bis 9. März. Zusammen mit dem Coro de Universidad de Sevilla wird Beethovens 9. Sinfonie einstudiert und sowohl in der Kathedrale von Sevilla (7.3.) als auch in Osuna im alten Steinbruch (8.3.) aufgeführt.
Zurück in Leipzig erklingt am Dienstag der Karwoche (18.3.) Bachs Matthäuspassion in der Peterskirche.
2008 feiert die Friedrich-Schiller-Universität Jena ihr 450-jähriges Bestehen und lädt die Universitätschöre Halle und Leipzig zu einem gemeinsamen Konzert am 16.5. ein. Vom Leipziger Universitätschor erklingen Mauersberger „Wie liegt die Stadt so wüst“, Mendelssohn 100. Psalm und die Bachmotette „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“. Gemeinsam erklingen Alta Trinita Beata und Bruckners „Locus iste“.
Am 30.5. jährt sich zum 40. Mal die Sprengung der Universitätskirche Sankt Pauli. Den Gottesdienst gestaltet der Chor mit „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ und Mauersberger „Wie liegt die Stadt so wüst“. Im Gedenkkonzert der Kirchensprengung musiziert der Chor die Bachmotette „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ und das Auftragswerk „Epitaph“ von Volker Bräutigam (Uraufführung), eine Vertonung wichtiger Abschnitte aus der Geschichte dieser Kirche.
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, ehemalige Physikstudentin an der Universität Leipzig, bekommt von der Fakultät für Physik und Geowissenschaften am 3.6. die Ehrenpromotion verliehen. Der Universitätschor umrahmt den Festakt mit Bachs Motette „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“.
Die letzten Wochen des Sommersemesters werden mit Proben für Bachs h-Moll-Messe verbracht.
Nach vier Jahren als künstlerische Assistentin des Universitätsmusikdirektors nimmt der Chor Abschied von Johanna Franke, die mit ihrer Familie nach Dresden zieht. Ihre Nachfolge treten Ingrid Sprenger und Clemens Lucke an.

Das Wintersemester beginnt gemeinsam mit der UniBigband im Chorlager in Burg Stargard an der Mecklenburger Seenplatte, wo neben der h-Moll-Messe auch David Timms „Gloria“ für die Immatrikulationsfeier am 15.10.2008 geprobt wird.
Höhepunkt des Semesters ist die Aufführung der Hohen Messe in h-Moll BWV 232 am 23.11.2008 in der vollbesetzten Thomaskirche.
In diesem Jahr führt der Chor statt des Weihnachtsoratoriums die Kantaten „Nun komm, der Heiden Heiland“ (BWV 62) „Süßer Trost, mein Jesu kömmt“ (BWV 151) und „Gloria in excelsis Deo“ (BWV 191) auf, von J. S. Bach für den Advent und Weihnachten geschrieben. Das Weihnachtsliedersingen in Leipziger Krankenhäusern ist inzwischen schöne Tradition geworden und stellt eine Art Generalprobe für die Christvesper in der Nikolaikirche am 24.12. dar.
Parallel zu den Weihnachtsvorbereitungen beginnt in diesem Jahr schon eine nächste intensive Probenphase, denn noch vor Semesterende steht schon das nächste Konzert auf dem Programm.

2009

Das Jahr 2009 beginnt mit einem Friedensgebet mit Chören aus dem „Paulus“ am 12. Januar in der Nikolaikirche. 
Am 07.02.2009 führt der Leipziger Universitätschor zu Ehren des 200. Geburtstages von Felix Mendelssohn Bartholdy sein Oratorium „Paulus“ auf. Das Konzert wird vom Deutschlandfunk für die Reihe „Grundton D“ mitgeschnitten.
In der Karwoche kommt traditionsgemäß eine Passion zur Aufführung, in diesem Jahr Bachs „Johannespassion“ am 07.04. in der Peterskirche.
Am 19. April 2009 jährt sich der Todestag des früh verstorbenen Universitätsmusikdirektors Wolfgang Unger zum 5. Mal. Aus diesem Anlass beteiligt sich der Universitätschor am Gedenkkonzert in der Thomaskirche, wo „Wie liegt die Stadt so wüst“ (R. Mauersberger), die Choralkantate „Meinen Jesum laß’ ich nicht“ (M.Reger), „Siehe, wir preisen selig“ (aus Mendelssohns „Paulus“) und „Ach Herr, lass dein lieb Engelein“ (aus Bachs „Johannespassion“) gesungen werden.
Am 26. April wird der ehemalige Universitätsmusikdirektor Hans-Joachim Rotzsch zu seinem 80. Geburtstag in der Taborkirche geehrt.
Den Auftakt zu den Feierlichkeiten zum 600-jährigen Universitätsjubiläum bildet ein Festkonzert für geladene Gäste im Großen Saal des Gewandhauses am 09.05.2009, der von Rundfunk und Fernsehen übertragen wird. Dort bringt der Chor Bachs Festmusik „Vereinigte Zwietracht der wechselnden Saiten“ BWV 207 und – zusammen mit dem Universitätsorchester und der Unibigband – „Halleluja“ von David Timm zu Gehör.

Die Festmusiken zu Leipziger Universitätsfeiern spielen auch im weiteren Programm des Chores eine zentrale Rolle. Im Rahmen des Bachfestes Leipzig werden am 14.06.2009 die Musiken „Vereinigte Zwietracht der wechselnden Saiten“ BWV 207, „Was mir behagt, ist nur die muntre Jagd“ BWV 208a und als erste Wiederaufführung die Kantate „Die Lieb erkaltet allenthalben“ von Johann Gottlieb Görner in der Michaeliskirche gesungen. Auf das Konzert folgen direkt die letzten CD-Aufnahmen für die Festmusikensammlung. In der Bethanienkirche werden an drei auf einander folgenden Abenden „Auf, schmetternde Töne der muntern Trompeten“ BWV 207a, „Schwingt freudig euch empor“ BWV 36c und „Was mir behagt, ist nur die muntre Jagd“ BWV 208a eingespielt. Die Festmusiken erscheinen rechtzeitig zum Abschluss des Jubiläumsjahres im Dezember im Handel.

Am letzen Wochenende im Sommersemester besuchen die mitteldeutschen Universitätschöre „Johann Friedrich Reichardt“ aus Halle/S. und der Studentenchor der Friedrich-Schiller-Universität Jena den Leipziger Universitätschor. Das gemeinsame Konzert am 11.07.2009 in der Peterskirche ist die Fortsetzung der seit 2007 stattfindenden Chortreffen zwischen den drei Universitäten und zugleich die Gegeneinladung nach den Konzerten in Halle und Jena in den vergangenen beiden Jahren. Der Leipziger Universitätschor führt Felix Mendelssohn Bartholdys Vertonung des hundertsten Psalms "Jauchzet dem Herrn alle Welt", Johannes Brahms’ Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen?“ op. 74 Nr. 1 und das „Gloria“ von David Timm auf. Darüber hinaus findet in diesem Konzert die Uraufführung der Auftragskomposition „Augustusplatz“ des Leipziger Komponisten Bernd Franke statt.

Ab dem Wintersemester 2009 kann der Chor wieder am alten, neuen Ort im Neuen Hörsaalgebäude proben. Das Semester beginnt mit dem Chorlager im Schloss Mansfeld. Das Probenprogramm ist voll, denn im Herbst und Winter stehen die Jubiläumsfeierlichkeiten an.

Die Konzertsaison beginnt mit der feierlichen Immatrikulation am 14.10.2009 im Großen Saal des Gewandhauses, an der die drei großen Ensembles der Leipziger Universitätsmusik, die Unibigband Leipzig, das Leipziger Universitätsorchester und der Universitätschor mitwirken. Es erklingen Teile aus Mendelssohns „Lobgesang“ MWV A 18, die Ouvertüre zur Märchenoper „Ruslan und Ludmilla“ von Michael I. Glinka und die Komposition „angels“ von David Timm. Danach dürfen Chor und Orchester schon einmal „Probestehen“ im Rohbau ihrer neuen Konzertstätte am Augustusplatz.

Am 15.10.2009 gestaltet der Chor den Semesterauftaktgottesdienst in der Thomaskirche mit Teilen aus Mendelssohns „Lobgesang“ MWV A 18 und Gemeindeliedern.

Am 19.11.2009 bekommt der Chor Besuch aus Sevilla. Nach den beiden Konzerten in der Hauptstadt Andalusiens wurde nun die ausgesprochene Einladung umgesetzt und nach intensiven gemeinsamen Proben am Ewigkeitssonntag Verdis „Messa da Requiem“ in der Thomaskirche mit dem Coro de la Universidad de Sevilla und dem Leipziger Universitätschor  aufgeführt.

Für den Leipziger Universitätschor folgt kurz darauf ein weiterer Höhepunkt. Am 02.12.2009 wird die Universität Leipzig 600 Jahre alt. Der Universitätschor begleitet gemeinsam mit dem Chor der Oper Leipzig den offiziellen Festakt im Paulinum (Aula/Universitätskirche St. Pauli) in Anwesenheit des Bundespräsidenten und vieler Gäste des akademischen und politischen Lebens und gibt  am Abend ein zusätzliches öffentliches Festkonzert. Anlässlich des Jubiläums wurde die Komposition „Memoriam – Tempo e Tempi“ bei Bernd Franke in Auftrag gegeben. Sie erklingt gemeinsam mit der Sinfonie-Kantate „Lobgesang“ von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Neben den Jubiläumsfeierlichkeiten gestaltet der Chor zwei Universitätsgottesdienste an den ersten beiden Adventssonntagen, bei denen die Kantaten „Schwingt freudig euch empor“ BWV 36 Teil B und „Nun komm der Heiden Heiland“ BWV 61 aufgeführt werden. Der erste Gottesdienst im neuen Paulinum löst regen Andrang aus und wird auch auf den Augustusplatz übertragen.

Die Kantaten IV bis VI des Weihnachtsoratoriums am 15.12.2009 in der Peterskirche runden das Jubiläumsjahr ab.

Am Heiligen Abend singen aktive und ehemalige Chormitglieder gemeinsam in der Nikolaikirche zur Christvesper.

2010

Das Jahr beginnt mit einem Benefizkonzert für die Opfer des Erdbebens in Haiti, das am 02.02. 2010 gemeinsam mit dem Thomanerchor in der Thomaskirche stattfindet. Dort erklingen Teile aus dem „Stabat Mater“ von Antonin Dvorak und „Dona nobis pacem“ aus der h-Moll-Messe von J.S.Bach.

Das Wintersemester endet mit dem Semesterabschlussgottesdienst am 04.02.2010 in der Nikolaikirche.

 

Mit Antonín Dvořáks „Stabat Mater“ wird bereits am 30. März das Sommersemester eingeleitet.

Zum Bachfest ist der Chor am 16. Juni in der Nikolaikirche mit zwei Motetten des gefeierten Thomaskantors (Lobet den Herrn, alle Heiden BWV 230 und Fürchte dich nicht BWV 228) sowie Werken von Johannes Brahms (Kyrie WoO 17, Missa canonica WoO18 und die Motette Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen op. 74 Nr. 1) vertreten. Der Chor wird unterstützt vom Pauliner Barockensemble und Universitätsorganist Daniel Beilschmidt. Ebenfalls im Rahmen des Bachfestes gestaltet der Chor den Universitätsgottesdienst am 20. Juni.

Das Konzertprogramm des Bachfests singt der Chor erneut Ende Juni für die Teilnehmer einer internationalen Medizinertagung in der Thomaskirche sowie am 4. Juli in Bachs Taufkirche in Eisenach.

Höhepunkt des Jahres ist eine Konzertreise ins Baltikum: Vom 16. bis zum 22. September durchqueren rund 60 Sänger Lettland und Litauen und geben fünf Konzerte, unter anderem in Riga und Vilnius. Auf dem Programm stehen erneut die Werke des Bachfests, ergänzt durch Jazzimprovisationen und Orgelstücke von David Timm und Max Reger sowie Teile der Jazzmesse des Universitätsmusikdirektors. Hierfür reiste dessen Duopartner Reiko Brockelt am Saxophon mit. Die Reise ist Teil eines Austauschs mit dem Rigaer Universitätschor JUVENTUS, der den Leipzigern einen herzlichen Empfang bereitet. In Klaipeda singt der LUC dem Denkmal des „Ännchen von Tharau“ in Klaipeda ein Ständchen.

Wenige Tage nach der Reise schließt sich vom 29. September bis 3. Oktober das Chorlager auf Schloss Mansfeld an. Vorbereitet werden das deutsche Requiem von Brahms sowie Robert Schumanns „Zigeunerleben“. Erste Ergebnisse gibt es am 13. Oktober zur feierlichen Immatrikulation im Gewandhaus zu hören.

Das Jahr geht mit einer Vielzahl an Konzerten zu Ende: Nach dem Reformationsgottesdienst in der Nikolaikirche am 31. Oktober folgt am 21. November das Brahms-Requiem in der Peterskirche. Eine Woche später singt der Chor erneut in der Nikolaikirche sowie in Fuchshain bei Leipzig Weihnachtskantaten von Georg Philipp Telemann, Christian August Jacobi und Johann Sebastian Bach.

Die Kantaten I-III des Bachschen Weihnachtsoratoriums am 14. Dezember und die traditionelle Christvesper an Heiligabend in der Nikolaikirche beschließen das ereignisreiche Jahr.

2011

Nachdem 2010 das „Stabat Mater“ von Dvořak den üblichen Turnus unterbrochen hatte, bereitet der Leipziger Universitätschor das Osterfest 2011 wieder mit der Bach‘schen Matthäuspassion vor. Der Bezug zu Tschechien ist damit keineswegs beendet: Ein Besuch des befreundeten Chors der Karlsuniversität Prag steht an. Die Gastgeber bieten im Mai „Komm, Jesu, komm“ sowohl als Bach-Motette als auch in David Timms Bearbeitung für Jazzensemble und Chor. Die Prager stellen Musik tschechischer Komponisten vor. Neben „Biblischen Liedern“ von Antonín Dvořak singen sie Werke von Bohuslav Matěj Černohorský, dem größten Meister des tschechischen Barock, und Kryštof Harant. Abschließend führen die beiden Chöre zwei Stücke gemeinsam auf: das „Pater Noster“ von Zdeněk Lukáš und Josef Rheinbergers „Abendlied“. Mit einem Grillfest vor der Peterskirche werden die tschechischen Gäste bis zum Gegenbesuch im Herbst verabschiedet.

Die beiden Versionen von „Komm, Jesu, komm“ bilden auch den Anfang eines Benefizkonzerts anlässlich der 46. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft zugunsten der Deutschen Diabetes-Stiftung. Ausschnitte aus der h-Moll Messe, Orgelvariationen aus der Feder von Franz Liszt und Teile von David Timms Jazzmesse ergänzen das Programm. Die epochenübergreifende Genrevielfalt greift die Überschrift des Diabetiker-Kongresses, „Perspektiven Leipzig 2011“, auf.
Mendelssohns „Singt dem Herrn ein neues Lied“ studiert der Chor für die Gestaltung des Universitätsgottesdienstes zum Trinitatisfest sowie für die Motette in der Thomaskirche am 1. Juli ein. Damit verabschiedet sich der Chor in die Semesterpause.

Die Jazzmesse aus der Feder von David Timm erlebt auf einer fünftägigen Konzertreise durch Tschechien ihre erfolgreiche Uraufführung. Damit wird das Stück jedoch nicht ad acta gelegt, sondern um ein Orchesterarrangement erweitert. Zunächst begleitet den Chor das Universitätsorchester bei der Immatrikulationsfeier der Universität Leipzig. Ihre erste vollständige Aufführung im Gewandhaus erfährt die Jazzmesse am 21. Oktober 2011. Diesmal musiziert der Chor mit dem Landesjugendorchester Sachsen zusammen. Die jungen Musiker beeindrucken durch ihr hohes Niveau und finden in frischer Begeisterung für die Musik schnell mit den nur wenig älteren Sängern zusammen. Die Jazzsänger Matthias Knoche und Tanja Pannier übernehmen solistische Parts der Messe; Reiko Brockelt spielt die Saxofonsoli. Jazzige Bachbearbeitungen für Orchester sowie die Motette „Komm, Jesu, komm“ a cappella ergänzen das Konzert. Mit diesem Programm reisen Chor und Orchester anschließend durch Sachsen. Am 22. Oktober geben sie ein Konzert im Görlitzer Theater, am Tag darauf in der Dresdner Kreuzkirche.

Zum Dies Academicus am 2. Dezember bekommt der Chor wieder einen neuen Spielpartner: Zur Jazznacht im neu eröffneten Audimax übernimmt die Unibigband die Begleitung, als abermals Ausschnitte aus der Jazzmesse gegeben werden.
Doch auch nur mit Orgel und Rhythmusgruppe hat das Stück seinen eigenen Reiz. In dieser Besetzung bereichert der Universitätschor Gottesdienste in Nikolai- und Thomaskirche. Über ihre Kapazitäten hinaus ist die Nikolaikirche zum Reformationsgottesdienst gefüllt, als Margot Käßmann die Predigt hält. Das Credo der Jazzmesse nimmt der Chor noch einmal zum Semesterabschlussgottesdienst am 2. Februar auf. Den Universitätsgottesdienst zum 1. Advent gestaltet er mit der Kantate BWV 62, „Nun komm, der Heiden Heiland“.
Advents- und Weihnachtskantaten von Johann Sebastian Bach gibt es auch am 13. Dezember im alljährlichen Adventskonzert des Universitätschors zu hören, nachdem die h-Moll Messe den Höhepunkt des Herbstes gebildet hat. Zum Totensonntag führt der Chor sie zusammen mit dem Pauliner Barockensemble in der Thomaskirche auf.

2012

Das Sommersemester leitet im April traditionell eine Passion Johann Sebastian Bachs ein, dieses Jahr nach dem Evangelisten Johannes.

Nach der kleinen Gedenkfeier zum Todestag des verstorbenen Universitätsmusikdirektors Wolfgang Unger und der konzertanten Aufführung des dritten Akts von Richard Wagners „Götterdämmerung“ durch die Herren des Universitätschores anlässlich des 199. Geburtstags des Komponisten leistet der Partnerchor aus Olmütz Ende Mai seinen Gegenbesuch. Nachdem die tschechischen Studenten die Freitagsmotette in der Thomaskirche gestaltet haben, treffen sich beide Chöre zum gemeinsamen Grillen. Die Gedenkversanstaltung zum Jahrestag der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli am 30. Mai umrahmt der Leipziger Universitätschor a cappella mit Musik von Johann Sebastian Bach.

Ein besonderer Höhepunkt folgt im Juni: Im Jahr des 800-jährigen Jubiläums der Thomana eröffnet der Leipziger Universitätschor gemeinsam mit dem Thomanerchor das Bachfest Leipzig. Bei einem weiteren Bachfest-Konzert mit dem Pauliner Barockensemble stehen Festmusiken zu Leipziger Universitätsfeiern von Bach und seinem Amtsnachfolger Hiller auf dem Programm. Es folgen ein Universitätsgottesdienst - der dritte Auftritt des Chores zum Bachfest 2012 - und zwei Aufführungen der Jazzmesse von David Timm: In Halle beim Treffen der mitteldeutschen Universitätschöre aus Halle, Jena und Leipzig und in Bochum bei einem Gastauftritt an der dortigen Universität. Zum Abschluss des Sommersemesters wird die Jazzmesse auf CD aufgenommen.  Schneller als erwartet waren alle Messteile „im Kasten“. Nach den Aufnahmen für die Jazzmesse kommt das alljährliche Gefühl auf, dass es noch sehr lange dauern würde bis zum nächsten gemeinsamen Singen.

Das neue musikalische Universitätsjahr beginnt im Oktober traditionell im Chorlager Mansfeld mit den Vorbereitungen auf das Duruflé-Requiem. Im Mansfelder Land sind die Luft und die Stimmung so gut, dass man die ganze Zeit einatmen kann, sodass der Atem bis zum nächsten Herbst reicht. Zurück in Leipzig steht der Universitätschor für die Immatrikulationsfeier noch einmal mit den Thomanern auf der Bühne und schmettert Reger, dass die neuen Studenten beim Festakt aus den Gewandhaussesseln rutschen.

In der Thomaskirche wird wieder zum ökumenischen Semesteranfangsgottesdienst musiziert. Es erklingen Bruckners „Locus iste“, das Kyrie aus dem Duruflé-Reqiuem und Gemeindelieder. Zu einem besonderen Gottesdienst der Religionspädagogik sind wir als  Universitätschor in die Nikolaikirche eingeladen, um den Gottesdienst musikalisch mit Teilen des Duruflé-Requiems und Gemeindeliedern zu begleiten.

Der Höhepunkt des laufenden Wintersemesters ist am Ewigkeitssonntag das Requiem von Maurice Duruflé in der Peterskirche zu Leipzig. Der Chor wird begleitet vom Mendelssohnorchester Leipzig; außerdem sing die Sopranistin Viktorija Kaminskaite „Vier letzte Lieder“ von Richard Strauss.
In der Adventszeit und in Vorbereitung auf Weihnachten geben die Choristen unter der Leitung von David Timm ein Benefizkonzert für das Bärenherz Kinderhospiz Bärenherz e. V. in der Peterskirche. Der Chor tritt abwechselnd mit dem David-Timm-Jazzquartett auf und singt unter anderem Werke von Johann Eccard, Andreas Hammerschmidt, Bach und Reger.
Nach nur wenig Probenzeit musiziert der Universitätschor die Kantaten 4-6 aus Bachs Weihnachtsoratorium festlich in der Peterskirche und verabschiedet sich von einem randvollen Jahr unimusikalischer Freuden mit einem selbstinszenierten Krippenspiel während der Weihnachtsfeier.

2013

Die Vorfreude ist groß, die Zeit knapp: Wir fahren Anfang März nach Rom, lassen uns verzaubern und singen engelsgleich im Petersdom, in Roms Kirchen und in Palestrina mit einem befreundeten italienischen Chor. 

Zur Passion erklingen Szymanowskis und Verdis „Stabat Mater“ sowie zwei Kantaten von Bach in der Peterskirche.

Das Sommersemester besteht zunächst aus Wagner, Wagner, Wagner, Beethovens 9., Wagner, Wagner, Richard Wagner: Der Chor wirkt bei der aufwändigen Inszenierung der „Götterdämmerung“ mit, die das Wagnerjubiläum ziert und am 200. Geburtstag des Komponisten im Audimax der Universität zur Aufführung kommt.

Das Händelfest fällt durch die Elbefluten ins Wasser und der Leipziger Universitätschor fährt nicht nach Halle. Dafür aber zu einer kurzen und wunderschönen Konzertreise nach Norddeutschland. Die Insel Rügen und das Bad Doberaner Münster beben durch die Jazzmesse und das begeisterte Publikum schwebt zudem in zarten Mendelssohntönen. Zum Abschluss des Sommersemesters gibt es ein gemeinsames Grillen.

Am 25. September findet die Trauerfeier des ehemaligen Universitätsmusikdirektors Hans-Joachim Rotzsch statt. Eine kleine Gruppe aus dem Universitätschor singt Bach-Choräle zur Beisetzung auf dem Südfriedhof.

Im Wagner-Jubiläumsjahr stehen auch zur Immatrikulationsfeier wieder Werke des großen Leipzigers auf dem Programm: zusammen mit dem Chor der Masaryk Universität Brünn singen wir „Wacht auf! Es nahet gen den Tag“ aus „Die Meistersinger von Nürnberg“ sowie „Gaudeamus igitur“ für Chor und Jazzband von David Timm.

Aber nicht nur Richard Wagners, sondern auch an Giuseppe Verdis 200. Geburtstages kann in diesem Jahr gedacht werden. Verdis „Messa da Requiem“ führen wir am Ewigkeitssonntag, den 24. November mit Unterstützung einiger ehemaliger Chormitglieder in der Thomaskirche auf. Die Generalprobe verschafft uns ein ganz besonderes Erlebnis: Der Wunsch nach mehr Licht führt ungewollt dazu, dass es für circa zehn Minuten gar keines mehr gibt und wir in der stockfinsteren Thomaskirche stehen. Kurzerhand gibt David Timm dem Chor und dem Orchester einen akustischen Einsatz zum Eingangschor des „Dies irae“ und es zeigt sich, dass es auch auswendig geht; mit Gänsehauteffekt.

Am 2. Dezember wirken wir an einem Adventskonzert zum Dies Academicus der Universität Leipzig im Auditorium Maximum mit. Neben Schütz‘ „Deutschem Magnificat“ stehen Werke von Bruckner, Hammerschmidt, Reger, Weismann, Eccard, Rachmaninow und Ausschnitte aus der Jazzmesse von David Timm auf dem Programm.

Das Chorjahr schließt mit den Kantaten 1 - 3 aus Bachs Weihnachtsoratorium am 10. Dezember in der Peterskirche und der traditionellen Christvesper an Heiligabend in der Nikolaikirche.

2014

Den ersten Auftritt des Jahres 2014 beschert uns eine Anfrage zur musikalischen Mitwirkung am Festakt für Prof. Christoph Wolff im Festsaal des Alten Rathauses anlässlich der Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt Leipzig und seiner Verabschiedung aus dem Amt des Direktors des Bach-Archivs Leipzigs am 19. Februar. Wir führen Georg Christoph Billers „Mit Fried und Freud“, Mendelssohns „Singet dem Herrn ein neues Lied“ und Schütz‘ „Meine Seele erhebt den Herren“ auf. Der Festakt schließt mit dem Choral „So wandelt froh auf Gottes Wegen“ aus BWV 197. Es dirigiert uns Sir John Eliot Gardiner. Beim sich anschließendem Empfang in der Alten Handelsbörse haben wir die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit John Eliot Gardiner, Ton Koopman, Hermann Max oder Robert D. Levin.

Die Passionszeit begehen wir musikalisch am 15. April mit Bachs Matthäuspassion in der Peterskirche.

An Richard Wagners 201. Geburtstag, am 22. Mai, wirken wir an der Aufführung der 1845er Urfassung des dritten Aktes des Tannhäusers in im Rahmen der Wagner Festtage 2014 in der Evangelisch Reformierten Kirche zu Leipzig mit.

Es folgen das traditionelle Gedenken an die Sprengung der Leipziger Universitätskirche St. Pauli am 30. Mai und ein Konzert während des Deutschen Evangelischen Chorfestes am 28. Juni (Bach-Kantate BWV 21 „Ich hatte viel Bekümmernis“ und Jazzmesse von David Timm). Wir beenden das Sommersemester mit den Motetten in der Thomaskirche am 4. und 5. Juli mit Johann Sebastian Bachs „Jesu, meine Freude“ und Heinrich Schütz‘ „Herr, wenn ich nur dich habe“ und einem anschließenden Semesterabschlussgrillen im Johannapark.

Das Wintersemester startet mit der Immatrikulationsfeier am 15. Oktober mit dem Eingangschor aus Bachs BWV 110 „Unser Mund sei voll Lachens“ und Johannes Brahms‘ „Denn alles Fleisch es ist wie Gras“ aus „Ein Deutsches Requiem“.

Für den 18. und 19. Oktober sind die Männer unseres Chores vom Mitteldeutschen Rundfunk zu zwei Konzerten gemeinsam mit dem MDR Sinfonieorchester und dem MDR Rundfunkchor geladen. Unter der Leitung von Chefdirigent Kristjan Järvi führen wir Jean Sibelius‘ sinfonische Dichtung „Kullervo“ in der Magdeburger Johanniskirche und am Folgetag im Leipziger Gewandhaus auf.

Zum Ewigkeitssonntag am 23. November erklingt das Mozart-Requiem in der Peterskirche.

Anfang Dezember gestalten wir die musikalischen Rahmenprogramme zur Altargrundsteinlegung im Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli (2.12.) und zur Einweihung des Deckengemäldes von Ben Willikens im Museum der bildenden Künste (4.12.).

Unser Adventskonzert in der Peterskirche am 16. Dezember gestalten wir mit den Bachschen Advents- und Weihnachtskantaten „Herr Christ, der einge Gottessohn“ BWV 96, „Unser Mund sei voll Lachens“ BWV 110, „Gloria in excelsis Deo“ BWV 191 und dem Sanctus aus der Messe h-Moll BWV 232.

2015

Die Johannespassion von Johann Sebastian Bach steht im Passionskonzert am 31. April in der Peterskirche auf dem Programm. Doch zuvor gestalten wir am 5. Februar den Semesterabschlussgottesdienst in St. Nikolai musikalisch aus. Hier erklingt unter anderem Heinrich Schütz‘ „Deutsches Magnificat“ SWV 494. Im Anschluss gilt es das zehnjährige Dienstjubiläum von Universitätsmusikdirektor David Timm zu begehen.

Am 24. März wird Professor Martin Petzoldt auf dem Südfriedhof beigesetzt. Eine kleine Auswahl unseres Chores singt hierzu Bach-Choräle.

Anfang Mai eröffnet die neue katholische Kirche St. Trinitatis gegenüber dem Neuen Rathaus Leipzig. Musikalisch wird sie durch die „Nacht der Chöre“ eingeweiht, zu welcher u. a. der Leipziger Universitätschor, der MDR Rundfunkchor und der Thomanerchor geladen sind.

Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Paulus“ singen wir als Eröffnungskonzert des Festivals „Leipziger Romantik“ am 15. Mai in der Thomaskirche.

Innerhalb des Bach-Festes Leipzig gestalten wir am 20. Juni das Konzert „Leipziger Huldigungsmusiken“ mit den Bach-Kantaten „Schleicht, spielende Wellen“ BWV 206, „Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!“ BWV 214 und „Vereinigte Zwietracht“ BWV 207.

Das Sommersemester beschließen wir mit einer Konzertreise nach Mecklenburg. Im Dom zu Schwerin (11. Juli) und in St. Marien zu Parchim (12. Juli) erklingen A-cappella-Werke von Mendelssohn Bartholdy, Schütz, Brumel, Reger, Distler, Schubert, Timm, Weismann, Brahms und Isaac.

Zur Immatrikulationsfeier im Gewandhaus führen wir, neben der Komposition „1000 Jahre und kein Dom“ von David Timm, Ausschnitte aus Brahms Motette „Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen“ op.74.1 auf.

Die gesamte Brahms-Motette singt der Chor am 15. November zur Zentralen Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag im Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Per Live-Übertragung der Veranstaltung durch das ZDF sind wir in allen deutschsprachigen Wohnzimmern erlebbar. Beim sich anschließendem Empfang im Foyer des Bundestages werden wir vom Bundespräsidenten Joachim Gauck begrüßt und haben Gelegenheit einige Worte zu wechseln.

„Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen“ ist beim Konzert in der Leipziger Peterskirche am Ewigkeitssonntag, 22. November, dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms vorangestellt.

Am 15. Dezember sind die Kantaten 4 - 6 des Bach’schen Weihnachtsoratoriums in der Peterskirche zu hören. Auch in diesem Jahr schließt sich hieran direkt die Weihnachtsfeier des Chores an.

2016

Im Zentrum des Jahres 2016 steht Max Reger, der vor 100 Jahren am 11. Mai in Leipzig verstarb. So erklingt zum Semesterabschlussgottesdienst am 4. Februar bereits ein Ausschnitt aus dem zweiten Teil des 100. Psalm von Reger, „Erkennet, dass der Herr Gott ist!“, mit Orgelbegleitung.

Doch steht zum Passionskonzert am 22. April zunächst Antonín Dvořáks „Stabat mater“ in der Peterskirche auf dem Programm, dessen 175. Geburtstag damit gewürdigt wird.

Im Zentrum der Reger Festtage der Stadt Leipzig steht das große Festkonzert zum 100. Todestag Max Regers, dem 11. Mai, in der Thomaskirche zu Leipzig. Unter der Leitung von David Timm erklingt Regers klanggewaltige und in jeder Hinsicht opulente Vertonung des 100. Psalms op. 106 in der Originalfassung. Reger wünschte, dass die Hörer „nachher als ‚Relief‘ an der Wand kleben; ich will, daß der Psalm eine niederschmetternde Wirkung bekommt!“. Der Leipziger Universitätschor, verstärkt durch viele ehemalige Mitglieder, wird begleitet vom MDR Sinfonieorchester. Die Musikerinnen und Musiker spielen zuvor die „Variationen und Fuge auf ein Thema von Hiller“. Der Thomanerchor Leipzig eröffnet unter Gotthold Schwarz das Festkonzert mit Regers „Der Mensch lebt und besteht nur eine kleine Zeit“, dem letzten Werk, mit dem sich Max Reger im Zimmer des Leipziger Hotels Hentschel beschäftigte, bevor er dort am Morgen des 11. Mais 1016 starb. Die Gesamtleitung des Konzerts liegt bei David Timm, Amtsnachfolger Regers als Leipziger Universitätsmusikdirektor und Künstlerischer Leiter der Max-Reger-Festtage.

Regers 100. Psalm findet auch Eingang in das kulturelle Rahmenprogramm des 100. Deutschen Katholikentages. Am 26. Mai finden zwei Aufführungen unter Leitung und mit Erklärungen David Timms in der Thomaskirche statt. Begleitet wird der Chor diesmal durch das Mendelssohnorchester Leipzig.

Etwa zwei Wochen später, am 10. Juni, eröffnet der Leipziger Universitätschor gemeinsam mit dem Thomanerchor Leipzig und dem Gewandhausorchester Leipzig das Bachfest Leipzig mit einem Konzert in der Thomaskirche unter Leitung des kurz zuvor ernannten Thomaskantors Gotthold Schwarz mit Max Regers Fragment des Lateinischen Requiems. Das Konzert wird auf Deutschlandradio Kultur übertragen.

Der Leipziger Universitätschor gestaltet im Rahmen des Bachfests Leipzig während des am 18. Juni erstmalig stattfindenden Kantaten-Tags noch zwei weitere Konzerte. Gemeinsam mit dem Pauliner Barockensemble führen wir Bachs Kantaten „Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“ BWV 25, „Erforsche mich, Gott, und erfahre meine Herz“ BWV 136, „Warum betrübst du dich, mein Herz“ BWV 138 und „Siehe zu, dass deine Gottesfurcht“ BWV 179 in der Nikolaikirche auf. Die Generalprobe am Vorabend fällt direkt auf den Gründungszeitpunkt vor 90 Jahren. Dieses Jubiläum wird am Abend des 18. Juni mit vielen ehemaligen und aktuellen Sängern des Chores gefeiert. Auch der ehemalige Universitätsmusikdirektor Max Pommer ist der Einladung zum Jubiläum gefolgt.

Schon am Folgetag ist der Chor ein weiteres Mal mit einer Bach-Kantate, „Erhöhtes Fleisch und Blut“ BWV 173, im Universitätsgottesdienst in der Nikolaikirche, ebenfalls eingebettet in das Bachfest, zu hören, bevor es in die Sommerpause geht.

Das Wintersemester beginnt für den Leipziger Universitätschor traditionell mit der Immatrikulationsfeier. Am 12. Oktober singen wir im Gewandhaus Robert Schumanns „Zigeunerleben“ op.29.3 und „unzeitraffer“ aus der Feder von David Timm, jeweils begleitet durch das Leipziger Universitätsorchester unter Leitung von David Timm.

Johann Sebastian Bachs Hohe Messe h-Moll BWV 232 stimmen wir am 19. November, dem Vorabend des Ewigkeitssonntags, in der Leipziger Thomaskirche an; und mit Bach beschließen wir das Jahr 2016 auch: Am 20. Dezember erklingen die Kantaten 1 - 3 des Weihnachtsoratoriums.

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